18. Juli 2009

Singen macht glücklich

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von Birgit

Es ist 17:30, ich sitze an der Bushaltestelle, die Sonne knallt mal wieder vom Himmel und nirgends ist ein Fleckchen Schatten zu finden. Ich bin gereizt und genervt und ärgere mich noch immer über die Kollegin, die ihre schlechte Laune an der Welt und im Besonderen an mir ausgelassen hat – und mit jeder Minute die ich länger hier sitze freue ich mich ein bisschen mehr auf das Ende dieses Tages, der so alles andere als erheiternd war.

Aber Stopp es ist Dienstag. Und zwar GIO-Dienstag. Es schleicht sich ein Gefühl ein von: nicht das auch noch. EIGENTLICH will ich ja nur noch nach Hause, unter die Dusche und dann ab auf die Couch, ein geradezu verlockendes Szenario. Na, schaun wir mal- erst mal die Katze versorgen, dann wird sich das schon zeigen ob ich zur Probe gehe oder nicht. Eigentlich ja nicht, so wie ich mich fühle.

Und eigentlich weiß ich doch schon jetzt, dass ich auf jeden Fall am Abend bei GIO singen werde. Auch wenn ich das im Moment noch nicht wirklich als gegeben sehe.

Dennoch in fast zwei Jahren habe ich 2, maximal 3 Proben verpasst, weil ich krank war oder einfach nicht da war. Ich, die ich mich immer gegen jegliche Form von Vereinsmeierei gesperrt habe, die ich ein Problem damit hab mich zu einer regelmäßigen Sache zu verpflichten, denn dann ist man ja gebunden.

Und genau diese Frau tauscht seit zwei Jahren regelmäßig den Schichtdienst, um nur ja bei der nächsten Probe dabei zu sein, hetzt im Bedarfsfall auch direkt vom Büro in die Probe,  legt Termine generell auf Nicht-GIO-Dienstage und hat ein Gefühl der Leere in sich, wenn die Sommerpause vor der Türe steht, irgendwie kommen einem die Dienstagabende auf einmal so sinnlos vor.

Warum mach ich das? Im Grunde ist es ganz einfach!

GIO – das ist nicht nur ein Chor.  GIO – das ist ein Stück Zuhause, ein Stück Familie und ein Stück Befreiung.

Man kommt als Fremder und geht als Freund. So simpel ist das.

Ich bin genervt, gestresst und gereizt – sobald wir anfangen zu singen fällt das alles von mir ab wie die alte Haut einer Schlange, und darunter finde ich Zufriedenheit, Freiheit und Glück.

Darum mach ich das. Wer das nicht glaubt, dem sei einfach geraten es einmal auszuprobieren. So steht es schon in Psalm 98:

Jauchzet dem Herrn, alle Welt; singet, rühmet und lobet! Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen; mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem Könige!

GIO – Singen macht glücklich!

Und jeder der schon einmal bei uns war, wird das aus vollem Herzen bejahen!

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