12. Januar 2010

Grenzerfahrung

Gedanken von Thomas Dillenhöfer

GiO war für mich im letzten Jahr Grenzerfahrung. Der wachsende Chor, stressige Projekte im Büro und privat. So viel will ich machen, überall stoße ich an Grenzen. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, ständig kommen Aufgaben dazu.

Es kann ganz fürchterlich sein, wenn ich überall nur Grenzen sehe und ich mich auf das konzentriere, was ich nicht weiß und nicht kann.

Manchmal hilft es, die Perspektive zu wechseln. Wir haben zum Beispiel bei GiO auch so viel geschafft, viel mehr als erwartet. Ich kann mich auch auf das konzentrieren, was ich kann.

Ich glaube, je mehr ich von mir weiß, von der Welt weiß, von Gott weiß, umso deutlicher spüre ich die Grenzen.

Hans-Joachim Eckstein trifft den Punkt mit wenigen Worten.

Grenzerfahrungen

Wir dürfen uns nicht wundern,
dass uns unsere eigenen Grenzen
in dem Maße, wie wir als
Persönlichkeiten wachsen,
immer mehr bewusst werden.

Je größer das Land wird,
das wir erobern,
desto länger werden auch die Grenzen.

“Du hast mir den Himmel geöffnet”
hänssler

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28. April 2009

Wände ohne Türen

von Hans-Joachim Eckstein

Es mag in aussichtslosen
Zeiten so erscheinen,
als gäbe es in dem Haus
unseres Lebens
nur noch hohe Räume,
aber keine Türen
und Fenster mehr.

Auch wenn Umstehende
unsere Situation gar nicht
als ausweglos einstufen,
können wir selbst darin doch
in Angst und Wut verzweifeln.

Dabei ähneln wir ein wenig
jenem Betrunkenen, der
auf seinem schwankenden
Heimweg endlich Halt
an einer Litfaßsäule fand.
Als er zahllose Runden -
an die Säule gestützt -
im Kreis gelaufen war,
stöhnte er weinerlich:
Wo geht´s denn hier raus?

Lachen Sie nicht!
Aus seiner subjektiven -
wenn auch durch die
Umstände getrübten -
Perspektive
hatte der Mann ja Recht:
Die Wand, gegen die
er vergeblich mit den
Fäusten trommelte,
hatte wirklich keine Türen.

Eckstein “Du hast mir den Himmel geöffnet.”

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24. März 2009

Gott sieht dich an und deswegen bist du zu allererst ein angesehener Mensch

Gedanken von Katharina Sautter

Letzte Woche war es soweit: Das erste Mal draußen sitzen auf dem Schlossplatz auf der Wiese und einen Kaffee schlürfen mensch, wie hab ich das genossen. Das mach ich echt gern: auf einer Wiese sitzen mit super vielen anderen Leuten und einen Kaffee trinken, Sonne und Wärme tanken und: Ja – und Leute beobachten. Ganz besonders wichtig und interessant wie ich finde. Wobei. Mal ganz ehrlich so wirklich sehen kann ich die Menschen, die mir da über den Weg laufen nicht. Ich meine, ich sehe nur das Äußere, das, was mehr oder weniger offensichtlich ist. Mit meiner Menschenkenntnis kann ich noch ein bisschen was dazu denken, aber naja.

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17. Februar 2009

Alles gleich

Gedanken von Thomas Dillenhöfer

Ist Gott nicht,
dann ist mir alles gleich.
Ist Gott,
dann ist mir erst recht alles gleich.

Sprache ist faszinierend. Zwei Dinge liegen so eng beieinander und gleichzeitig meilenweit voneinander entfernt.

Jedes Mal ist mir alles gleich.

Ist Gott nicht, dann ist mir alles gleich.
Es hat ja sowieso alles keinen Wert, ganz egal was ich tue, deshalb ist mir alles gleich. Oder es ist so, dass mir egal ist, wie es anderen geht, wenn ich nur zu meinem Recht komme.

Ist Gott, dann ist mir erst recht alles gleich.
Ich bin überzeugt, dass mich nichts von Gott trennen kann, egal, was mir passiert.
Es kann auch bedeuten, dass ich mich grundsätzlich so verhalte, wie ich es vor Gott und den Menschen verantworten kann. Wie die Menschen darüber denken, beeinflusst mich nicht immer sofort.

Während die erste Geisteshaltung einen Menschen beschreibt, der eher willkürlich und launenhaft lebt, wirkt die zweite stark abhängig. Allerdings steckt auch eine riesengroße Freiheit darin. Ich glaube an Gott und das beeinflusst mein Leben, gibt meinen Entscheidungen eine Richtung und ich kann nach vorne schauen und gehen. Hauptsache Gott ist.

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20. Januar 2009

Von der Freiheit anders zu sein

Gedanken von Thomas Dillenhöfer

Deshalb orientiert Euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt sondern lasst Euch von Gott durch Veränderung Eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln.

Römer 12, 2a

Paulus schrieb die Worte in einem Brief an eine Gemeinde in Rom.

Zuerst dachte ich, er meint, dass wir nicht mehr so leben dürfen, wie alle leben, weil wir Christen sind. Erst später habe ich erkannt, welche Freiheit in den Sätzen steckt.

In Wirklichkeit ist es so, dass wir nicht mehr so leben müssen wie wir leben. Ich bin frei, anders zu leben. Ich muss nicht mehr den üblichen Statussymbolen hinterher rennen. Ich muss nicht mehr Zeit mit Menschen verbringen, nur weil sie mir nutzen. Ich kann und darf das tun, aber ich muss nicht und letztlich will ich auch nicht.

Stellt Euch vor, die Konjunktur bricht ein, wie es gerade geschieht, und wir reden weniger von Wachstum und denken mehr darüber nach, wie wir mit weniger Konsum auskommen.
Stellt Euch vor, wir stellen in Frage, dass Wachstum das Maß aller Dinge ist, dann wäre Raum und Zeit vorhanden, über neue Pläne nachzudenken, neue Wege auszuprobieren und sich auf neue Ziele zu einigen.

Passt Euch nicht der Welt an. Lasst Euch nicht in Schablonen pressen, die die Umwelt Euch zugedacht hat und die sie für ganz normal hält, weil es doch alle sagen, denken und tun. Christen müssen nicht so leben wie alle leben. Das ist der Wert des Evangeliums und das schrieb Paulus der Gemeinde.

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