18. Juli 2009

GIO ist einfach anders!

von Christoph

Eigentlich ist Gospel nicht meine Musik. Ich stehe mehr auf Rockbands.

Aber das Konzert in der Heilandskirche war gut und die Sänger machten den Eindruck als wenn ihnen das Singen Spaß machen würde. Und meine Frau sang mit! Also bin ich dann zum neuen Projekt mitgekommen.

Nach einer Phase als Sänger in einer Band unserer Kirchengemeinde wollte ich mal wieder aus der ersten Reihe verschwinden. Folgerichtig setzte ich mich im Bass in die letzte Reihe, neben einige Leute aus meiner Gemeinde. Damals noch im Gemeindesaal im chortypischen Halbkreis. Nur die Kuchenstückchen-Sitzordnung der einzelnen Stimmen war neu. Und wenn man sang, stand man auf!!

Selbst in der letzten Reihe bekam ich ganz nett Sound, wenn z.B. die ca. 20 Alt-Stimmen ihren Part sangen. Fett nennt das unser charismatischer Dirigent Tom. Neben guten Sängern sitzend, lernte ich die Melodien schnell und das Singen machte richtig Spaß.

Es ist diese Atmosphäre beim Proben, die die man gar nicht richtig beschreiben kann, die den Reiz der GIO-Projekte ausmacht: Eine Mischung aus Spaß, Begegnung, Lachen, Schwätzen, lautem und kraftvollem Gesang und dem gemeinsamen Erlebnis, einen Song aus drei bis vier Einzelstimmen zu einer dynamischen Harmonie entstehen zu sehen. Selbst, wenn wir die Lieder häppchenweise lernen, beginnen sie doch, das Herz zu erwärmen und zu begeistern.

Inzwischen bin ich zum dritten Mal dabei und wir sind längst so viele Sänger, dass wir in die Kirche selber umziehen müssen, um alle zu den Proben unterzukriegen. Die Atmosphäre des Raums ist anders, die Kirchenbänke sind unflexibel, aber der Zauber der Probe ist auch in der Kirche noch da.

Und immer noch ist es ein bewegender Moment, wenn wir zum Abschluss der Probe unser Schlusslied singen: And until we meet again, may God hold you in the palm of his hand. Und bis wir uns wiedersehen, möge Gott dich schützend in seiner Hand halten. Das wünscht man sich unter (guten) Freunden und ich freue mich ehrlich, wenn ich Dienstagabend wieder zur GIO-Probe komme und sie alle wieder sehe.

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18. Juli 2009

GIO vergoldet den Alltag

von Edith

Am Abend eines jeden Tages sammle ich fünf Goldplättchen. Diese stehen für Ereignisse, Orte und Begegnungen, die so nur an diesem einen Tag vorkamen und ihn somit aus dem Alltagseinerlei herausheben.

Dienstags nach der GIO-Probe fällt mir das besonders leicht:

  • Ein Goldplättchen gibt es für den wunderbaren und kraftspendenden Ort Heilandskirche, den eine Mitsängerin mal das Wohnzimmer Gottes nannte.
  • Ein Goldplättchen gibt es für die immer wieder andere Begegnung mit Menschen, Gesichtern und Lebenswegen, die ich sonst so nie kennengelernt hätte.
  • Ein Goldplättchen gibt es für die zugewandte und humorvolle Art, mit der Tom und Alex uns durch den Abend führen und selbst den falschesten Einsatz noch liebevoll als Echo bezeichnen.
  • Ein Goldplättchen gibt es für den Sound, den wir gemeinsam entstehen lassen und der uns durch die Woche trägt.
  • Das letzte Goldplättchen steht für die Abschlussgedanken von Tom oder Katharina. Manchmal holen Sie mich mit Ihren Betrachtungen gerade da ab, wo ich gedanklich sowieso stehe, dann staune ich über den Gleichklang der Wahrnehmung. Manchmal zeigen sie mir eine neue Betrachtungsweise, regen mich an oder auf. Beides tut gut.

Wundert es da noch, dass der Chorleiter ein goldenes Auto fährt?

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18. Juli 2009

“Von ganzem Herzen singen können”

von Susanne

Ich bin eine der wenigen älteren Sängerinnen in Eurem Chor und singe seit Anfang des Jahres mit. Ich habe mich immer wieder mal mit Gospelmusik beschäftigt und habe mir dann gesagt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe schon in vielen Chören mitgesungen, gute und weniger gute, aber als ich bei Gio gelandet bin, dachte ich nur: Das ist phänomenal!. Ich hatte nicht geahnt, dass es einen Laienchor gibt, in dem so viele gute Stimmen zusammenkommen und ein solch perfekter Sound entstehen kann! Dieser Sound ist so überwältigend, dass ich mir ständig wünsche, dass meine gesamte Familie, alle meine Freunde und Bekannten und am liebsten die ganze Welt zuhören könnte! (Meiner Tochter Anita hatte ich übrigens gleich nach meiner 1.Probe so sehr vorgeschwärmt, dass sie seit der 2.Probe auch dabei ist).

Dieser Chor zieht geradezu magisch alle Menschen an, die gut, gerne und leidenschaftlich singen möchten; und für ganz viele spielt sicherlich die christliche Orientierung auch eine große Rolle.

Ab der allerersten Probe für das neue Projekt wird intensiv, akkurat, zielstrebig und mit großer Freude gearbeitet. Die Gründe dafür sind nach meiner Meinung die folgenden:

Der Chor hat in Tom einen Chorleiter, der überzeugend und überzeugt, begeisternd und begeistert und dabei so sympathisch bescheiden ist; er ist dann besonders liebenswert, wenn er selber ganz verzückt ist über das Ergebnis dessen, was er mit uns erreicht hat!

Der Pianist Alex ist immer bestens vorbereitet und beherrscht sein Instrument ganz souverän. Die Beiden sind ein ideales Gespann, mit dem der gesamte Chor mit Selbstverständlichkeit und Begeisterung mitgeht.

Ein übriges tut dann zweifelsohne die Möglichkeit, sich mit der Übungs-CD vorzubereiten, um dann auswendig und von ganzem Herzen und ganzer Seele singen zu können.

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18. Juli 2009

Singen macht glücklich

von Birgit

Es ist 17:30, ich sitze an der Bushaltestelle, die Sonne knallt mal wieder vom Himmel und nirgends ist ein Fleckchen Schatten zu finden. Ich bin gereizt und genervt und ärgere mich noch immer über die Kollegin, die ihre schlechte Laune an der Welt und im Besonderen an mir ausgelassen hat – und mit jeder Minute die ich länger hier sitze freue ich mich ein bisschen mehr auf das Ende dieses Tages, der so alles andere als erheiternd war.

Aber Stopp es ist Dienstag. Und zwar GIO-Dienstag. Es schleicht sich ein Gefühl ein von: nicht das auch noch. EIGENTLICH will ich ja nur noch nach Hause, unter die Dusche und dann ab auf die Couch, ein geradezu verlockendes Szenario. Na, schaun wir mal- erst mal die Katze versorgen, dann wird sich das schon zeigen ob ich zur Probe gehe oder nicht. Eigentlich ja nicht, so wie ich mich fühle.

Und eigentlich weiß ich doch schon jetzt, dass ich auf jeden Fall am Abend bei GIO singen werde. Auch wenn ich das im Moment noch nicht wirklich als gegeben sehe.

Dennoch in fast zwei Jahren habe ich 2, maximal 3 Proben verpasst, weil ich krank war oder einfach nicht da war. Ich, die ich mich immer gegen jegliche Form von Vereinsmeierei gesperrt habe, die ich ein Problem damit hab mich zu einer regelmäßigen Sache zu verpflichten, denn dann ist man ja gebunden.

Und genau diese Frau tauscht seit zwei Jahren regelmäßig den Schichtdienst, um nur ja bei der nächsten Probe dabei zu sein, hetzt im Bedarfsfall auch direkt vom Büro in die Probe,  legt Termine generell auf Nicht-GIO-Dienstage und hat ein Gefühl der Leere in sich, wenn die Sommerpause vor der Türe steht, irgendwie kommen einem die Dienstagabende auf einmal so sinnlos vor.

Warum mach ich das? Im Grunde ist es ganz einfach!

GIO – das ist nicht nur ein Chor.  GIO – das ist ein Stück Zuhause, ein Stück Familie und ein Stück Befreiung.

Man kommt als Fremder und geht als Freund. So simpel ist das.

Ich bin genervt, gestresst und gereizt – sobald wir anfangen zu singen fällt das alles von mir ab wie die alte Haut einer Schlange, und darunter finde ich Zufriedenheit, Freiheit und Glück.

Darum mach ich das. Wer das nicht glaubt, dem sei einfach geraten es einmal auszuprobieren. So steht es schon in Psalm 98:

Jauchzet dem Herrn, alle Welt; singet, rühmet und lobet! Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen; mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem Könige!

GIO – Singen macht glücklich!

Und jeder der schon einmal bei uns war, wird das aus vollem Herzen bejahen!

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18. Juli 2009

Singen ist Glückssache

von anonym

Manchmal passt es einfach. Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal auf  “Gospel im Osten” gestoßen bin. Ich lebe  schon seit einigen Jahren im Stuttgarter Osten, da stolpert man zwangsläufig über Flyer, Plakate und Artikel in den einschlägigen Ost-Medien. Oder über eine von Gio schwärmende Küsterin in der Heilandskirche. Klingt spannend, würd ich gern mal mitmachen, dachte ich mir. Aber irgendwie hat es nie gepasst.

Dieses Frühjahr passt es dann. Eigentlich zu einer vermeintlich ungünstigen Zeit:  Mir geht es gar nicht gut, ich bin nicht fähig, zur Arbeit zu gehen, bin mehrere Monate krank geschrieben. Das Leben hat sich von mir zurückgezogen. Oder ich mich vom Leben? Das ist vermutlich eine Frage der Perspektive.

Wie und warum ich mich in dieser Situation aufraffe, zu meiner ersten Gio-Probe zu gehen? Ich weiß es nicht. Was auch immer mich dazu bringt, meine Wohnung zu verlassen und mich lauter mir fremden Menschen auszusetzen,  es geschieht etwas Erstaunliches: Ich gehe nach der Probe mit einem Glücksgefühl heim, wie ich es seit Monaten nicht mehr gespürt habe!  Die Power, die rüberkommt, wenn 100 oder mehr Leute singen, die Lebenslust, das Vertrauen, das in den Gospels steckt, das alles hat mich regelrecht überrollt. Und mich für ein paar Stunden hochgezogen aus meiner vermeintlich kleinen und düsteren Welt.  Das ist zu diesem Zeitpunkt unendlich viel für mich.  Und ist es immer noch.

Es hat einfach gepasst. Und es passt von Probe zu Probe mehr. Ich freue mich darauf, freue mich darüber, Teil dieses Chors zu sein, freue mich auf den Morgen- und Abendgospel Ende Juli.  Und, ich freu mich über unseren Chorleiter Tom, wie er es schafft, aus so vielen verschiedenen Menschen eine Gruppe zu machen. Dass ich Teil dieses Projekts sein darf. Und ich freue ich mich immer wieder über den Satz, den Tom unter seine E-Mails an uns schreibt: Singen ist Glückssache. Mich muss davon niemand überzeugen.

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