... singen ist Glückssache

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Open-Air am Urachplatz zum Adventsprojektabschluss

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Weihnachtsliedersingen zwischen Bushaltestelle, Telefonhäuschen und Blumenladen

Heal the world, make it a better place – den Aufruf unseres Michael-Jackson-Projektsongs nahmen rund 250 GiOs wörtlich und trafen sich am 13.12. zum Weihnachtsliedersingen auf dem Urachplatz im Stuttgarter Osten. Das „Flowers and Friends“ hatte auf den Platz vor seinem Geschäft eingeladen und GiO und viele Freunde kamen gerne dazu.

Das Weihnachtsliedersingen auf dem Urachplatz bildete den Abschluss unseres Adventsprojekts – und vieles war anders als bei den vorhergehenden Auftritten, dem großen CD-Releasekonzert im Stahlwerk Jebens und den Adventskonzerten PrimeTime in Friedens, MorgenGospel und AbendGospel in Heilands und den Benefizkonzerten in St. Maria.

Den mühsamen Aufbau einer meterhohen Bühne konnten wir uns hier sparen. Der Urachplatz bot, wie für den Chor gemacht, einige praktische Mäuerchen. Mit wenigen Handgriffen entstand aus ein paar Wasserkisten und einem Brett Dirigenten- und Solistenpodeste. Die GiO-Band wurde auf das Wesentlichste reduziert: unseren Alex am Piano. Und die Beleuchtungstechnik bestand aus Straßenlaternen und einer Lichterkette.

Statt kuschliger Raumtemperatur gab es auf dem Urachplatz einen (nach den Benefizkonzerten in St. Maria, wo es wenigstens ein Dach gab) weiteren Kältetest im Adventsprojekt. Bunte Schals und Mützen sorgten für Abhilfe und durchbrachen die „Schwarze-Klamotten-Regel“. Auch die Trennung nach Stimmen im Chor wurde aufgehoben – mutige Sängerinnen und Sänger konnten sich ihr Plätzchen zwischen neuen Stimmnachbarn aussuchen. Neben unseren Gospelsongs sangen wir dieses Mal auch zwei deutsche Weihnachtslieder: Macht hoch die Tür und Herbei o ihr Gläubigen. Das Publikum stand dabei unmittelbar rund um den Chor. Und wo uns sonst Kirchenmauern umrahmen, bildeten eine Bushaltestelle, ein Telefonhäuschen, die umliegenden Balkone und der Blumenladen samt Café die Kulisse.

Auch wenn auf dem Urachplatz vieles anders – ungewohnter, schlichter und einfacher – war, machte sich schnell eine sehr persönliche Stimmung unter GiOs und dem Publikum breit. Befreit von der Anspannung der großen Konzerte konnte in dieser ungezwungenen Atmosphäre jeder so sein wie er ist. Und doch oder gerade wegen der ungewohnten Situation entwickelte sich schnell ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Gesungen wurde ab den ersten Klängen von O Come, O Come, Emmanuel aus vollem Herzen, mit strahlenden Gesichtern und ganzer Kraft. Zu Heal The World schwangen GiOs und das Publikum einträchtig im Takt und bei dem atemlosen Jesus, What A Wonderful Child wurde allen Anwesenden auch äußerlich wieder warm. Am Ende stimmten alle bei unserem A-capella-Gesang zu I Know Who I am mit ein.

„A simple truth“ lautete der Titel unseres Adventsprojekts. Und vielleicht ist GiO an diesem 13. Dezember der „einfachen Wahrheit“ ein Stück näher gekommen. Jedenfalls haben wir den Urachplatz für einen Abend klangvoller, heller und wärmer gemacht – „a better place“.

 

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Text: Iris Hohmann
Bilder: Ludmilla Parsyak