... singen ist Glückssache

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Ein Hallelujah auf diese Eigenkomposition

Kategorien: Allgemein,Event Nachbericht

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Pünktlich zum 1. Adventswochenende hat sich GiO vorgenommen, den Messias von Georg Friedrich Händel zu präsentieren. Stellt sich nun die Frage, wie dieses über 250 Jahre alte klassische Weihnachtsoratorium von einem Gospelchor gesungen werden kann? Diese Frage hat sich Tom Dillenhöfer vor einigen Jahren auch gestellt und ist zu dem Entschluss gekommen: Der Messias ist eine beeindruckende Komposition des christlichen Glaubensbekenntnisses und nicht wegzudenken aus der besinnlichen Weihnachtszeit. Und aus dieser Begeisterung heraus hat er sich vor über einem Jahr zusammen mit Cornelius Schock an die Arbeit gemacht. Die Stücke wurden einmal komplett neu arrangiert. Aus dem Orchester wurde eine Gospelband und aus Hallelujah wurde Hallelujah – nur eben ganz anders. Nach monatelanger akribischer Arbeit an Texten und musikalischer Komposition wurde uns im September der fertige Gospel-Messias vorgestellt. Kurze Zeit später war klar: die Arbeit hat sich gelohnt und der Chor ist zugleich überrascht und begeistert von den Songs. Die wochenlangen Proben wurden konzentriert und mit viel Spaß durchgeführt. So konnte die ersehnte PrimeTime endlich beginnen.

Nach dem gemeinsamen Einsingen ging es für alle Sängerinnen und Sänger auf die Podeste. Bei fast 300 Stimmen ist das natürlich nicht einfach. So dauerte es einige Minuten, bis Tom einmal mehr Ordnung in das chorale Chaos gebracht hatte und mit dem Ansingen einzelner Stücke beginnen konnte. Nachdem wir darauf hingewiesen wurden, weniger „ssss“ oder „ffff“ zu singen, zogen wir uns zurück und überließen den Gästen die Bankreihen.

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Die Kirche füllte sich und als das Intro ertönte, betrat der Chor in zwei Reihen geordnet die Bühne. Eine gespannte Stimmung lag über der Friedenskirche. Bereits beim ersten Titel Comfort ye konnten wir ein Strahlen und die Vorfreude auf die Adventszeit in den Gesichtern sehen. Es folgte eine Mischung aus gefühlvollen Balladen Like a Shepherd, einem stimmungsvollen Go on up und einem groovigen Lift up your heads. Spätestens beim Hallelujah standen alle Zuhörer klatschend in den Reihen. Liebevoll vorgetragene Texte über Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe sowie einzigartige Solisten gaben diesem Konzert den letzten Schliff. Wir beendeten den Abend mit dem Song If God be for us, der Kraft, Hoffnung und Mut in uns allen freisetzen soll und zeigt, dass wir nicht allein sind – wir sollten nur an uns glauben. Wir GiOs und das Publikum spürten, dass Singen Balsam für die Seele ist und die Angst vertreibt.

Diese Eigenkomposition hat einmal mehr bewiesen, dass man Vieles bewegen kann, wenn man Vertrauen in sich selbst und andere hat und daran glaubt, dass am Ende etwas Gutes dabei entsteht. Und beim Messias ist etwas Großartiges entstanden.

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Text: Stefanie Noack
Fotos: Ludmilla Parsyak