... singen ist Glückssache

GiO Blog & Berichte

„Zeiträume“ – Einfach Leben!

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„Einfach leben!“

Soll ich das als Aufforderung verstehen, einfacher, schlanker, weniger konsumorientiert zu leben? Oder geht’s darum spontaner, schnörkelloser, zuversichtlicher in den Tag zu starten?!
Das hab ich mich gefragt, als ich die Gottesdienstankündigung in der Reihe „Zeiträume“ in der Stuttgarter Friedenskirche ein erstes Mal las. GiO würde singen, Siegfried Zimmer eine Rede zu Frage nach dem Lebenssinn halten. Dieses Gesamtpaket machte mich neugierig und ich beschloss nicht nur selbst zum Mitsingen zu kommen, sondern gleich noch 4-5 Hände voll 11. Klässlerer mitzubringen, die einen Seminarkurs zum Thema „weniger ist mehr“ besuchen.

Mir war klar, dass die jungen Leute vom satten GiO Groove begeistert sein würden (und waren!), aber wie würden sie mit dem „Rest des Abends“ umgehen? Das erfuhr ich in der „Offenen Phase“ im Anschluss an den Gottesdienst, als ich mit meinen Schülern und Kollegen bei einer Tasse Tee ins Gespräch kam: „Richtig ergriffen war ich!“ „Das hat mir sooo gut getan!“ „Vielen Dank, dass Sie uns hierher gelockt haben, das war echt super“ … Ich konnte es fast nicht fassen!

Wir waren uns einig, dass dieser Abend wohltuend, erfüllend, aufbauend war. In der gut gefüllten Kirche hatte von Anfang an eine sehr dichte, konzentrierte Atmosphäre geherrscht. Pfarrer Bofinger moderierte an und rahmte den Abend mit einer Begrüßung und dem Segen. Vier Stimmen, im Vorfeld befragt zu ihrer Auffassung vom Sinn des Lebens, wurden von Sprechern des Friedensteams vorgelesen und stimmten inhaltlich in den Abend ein. Und dann sprach Siggi Zimmer, umrahmt vom fetten GiO Sound, und erklärte uns unser Menschsein, wie nur er es kann: väterlich verständnisvoll, lebensnah lebendig und theologisch anspruchsvoll. Als ich mich nach seiner Rede wieder zum Singen im Chor aufrichtete, war ich innerlich bereits aufgerichtet worden. Und dann ließ auch noch das Schlusslied, dieses tröstend liebevolle Lied aus Kindertagen „der Mond ist aufgegangen“ mein Herz aufgehen. So einfach kann das Leben sein. Sogar wenn es zwischenzeitlich eines der schwersten ist!

 


Text: Steffi Esders
Fotos: Ludmilla Parsyak