26. Juli 2009

Unglaublich gute Laune und ein eigener Song

Am Morgen hatten die Besucher noch die besseren Chancen auf einen Sitzplatz in der Evangelischen Heilandskirche. Der Projektchor Gospel im Osten hat zum Morgen- und Abendgospel eingeladen und die Kirche im Stuttgarter Osten zweimal gefällt, mit super Sound, unglaublich guter Laune und fast 400 Besuchern jeweils. Eine Chorteilnehmerin hat die Kirche als das Wohnzimmer Gottes beschrieben. Wenn Gospel im Osten einlädt, gibt es ein großes Familienfest.

Premiere: Erster eigener Song

Die Freude schwappte gleich beim ersten Lied Your love is beautiful über, als 10 Leute aus dem Chor mit Percussions ausgerüstet, so richtig Gas gaben. Außerdem präsentierte der Chor einen Gospelsong, den eine Sängerin selbst geschrieben hat. Come let us sing von Rose Jung, Arrangement Alexander Pfeiffer. Eine Besucherin sagte, “Jeder Abendgospel, den ich verpasse ist einer zuviel”. Verpasst hätte sie diesmal außerdem Gospelsongs Kirk Franklin, mit schwarzem Sound, Hip Hop und viel Hoffnung und Licht. Dazu eine souverän lockere Band mit Leader Alexander Pfeiffer am Klavier, Uli Röser (Posaune/Orgel), Viviane Filter (Gitarre), Winfried Schweitzer (Gitarre) Andreas Francke (Saxophon), Lukas Kappaun (Bass), Samuel Brandt (Schlagzeug).

Jeder kann mitmachen

Mit über 150 Sängern ist Gospel im Osten inzwischen zu einem Chor geworden, der in der Kirchenszene nicht mehr wegzudenken ist. Chorleiter Thomas Dillenhöfer und Pianist Alexander Pfeiffer sind die zentralen Personen, um die sich Gospel im Osten dreht. Gut gelaunt, belastbar, menschlich, scheinbar unendlich motiviert leiten und begleiten sie seit fast 5 Jahren den Chor. Jedes Mal mit der ehrlichen Einladung an alle, doch auch mitzusingen oder als Besucher zur Probe zu kommen. Die Nächste ist am 22. September.

Nach den Sommerferien geht es weiter

Am Wochenende vorher, am 19. und 20. September, findet ein Soundworkshop in der Heilandskirche statt. 2 Tage intensiv singen, sich stimmlich weiterbilden, Songs schreiben. Am Ende des Soundworkshops wird es auch wieder einen Abendgospel geben. Anmeldung, hier, ab 20. August.

Zum Nachlesen: Wortbeiträge beim Morgen- und Abendgospel


Gudrun

Glaub doch einfach, was du singst
Wir Schwaben sind ja bekannt als sparsame und fleißige Leute. Und auf einem Gebiet sind wir nicht nur sparsam, sondern geradezu geizig. Sie ahnen es schon: Net bruddelt isch gnug globt. Auf hochdeutsch: Nicht meckern ist schon genug Lob.
Für schwäbische Verhältnisse haben wir heute Morgen schon ein beachtliches Maß an Lob erreicht. Das könnte uns womöglich fast schon misstrauisch werden lassen. Warum tun sich viele auch die Nichtschwaben eigentlich mit dem Loben und Gelobt werden so schwer?

Nelson Mandela sagt:
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt.

Vielleicht tut uns Schwaben die Gospelmusik gerade deshalb besonders gut, weil sie uns herauslockt aus unserer Reserve.

Mit He Reigns haben wir ein begeistertes Loblied auf den starken und mächtigen Gott gesungen. Er begegnet uns hier als Sieger über alles Lebensfeindliche: he reigns from heaven above, er regiert vom Himmel herunter,
er hat den Überblick und den Durchblick und er regiert auf recht ungewöhnliche Weise“ nämlich mit Liebe und Weisheit und ganz uneigennützig.

Das hört sich gut an, und ich stellte fest, die Botschaft ist sehr alltagstauglich.
Als ich am Anfang dieser Woche meiner Freundin erzählte, dass ich nur Berge und Chaos vor mir sehe und gar nicht weiß, wie ich das alles auf die Reihe kriegen soll, was von mir erwartet wird, da sagte sie ganz nüchtern, aber wahr: Glaub doch einfach, was du singst: HE reigns!
Sie glauben gar nicht, wie entlastend das auf mich wirkte. Ich kann diese Sicht nur weiter empfehlen. Wenn ich mit meinem Latein am Ende bin, die Welt und das Leben nicht mehr verstehe, darf ich darauf vertrauen: He reigns, er regiert. Auch wenn es vordergründig gar nicht danach aussieht. Das ist wahrhaftig ein Grund zum Loben und Danken!
Aber sind Sie selbst heute denn schon von jemand gelobt worden? Nein? Ich hätte da was für Sie und mich! Ich meine, nicht nur so ein beiläufig daher gesagtes Kompliment oder eine Höflichkeitsfloskel, sondern ein ehrliches, begründetes Lob, bei dem Sie spüren, ich werde ernst genommen, der andere hat es genau erfasst, wer ich bin und welches Potential so in mir steckt.
Gelobt werden stärkt das Selbstvertrauen das kann unglaublich motivierend wirken und im Gelobt werden erfahren wir Zuwendung und Wertschätzung.

Einen solchen Zuspruch gibt uns Jesus: In den Augen Jesu sind alle, die zu ihm gehören wollen, Salz der Erde und Licht der Welt.
Ja, wir haben richtig gehört: Wir sind es nicht: wir sollen es erst noch werden. Welch ein Vertrauensvorschuss, welch eine Ermutigung zum Handeln!
Wenn wir es wagen, uns gemeinsam darauf einzulassen, Licht und Salz für die Welt zu sein, dann wird schon jetzt ein Stück Himmel auf Erden sichtbar. Say So!


Katharina

Ich mags nicht also wirklich nicht! So ganz und gar nicht! Ich zögere immer den letzten Moment bevor ichs dann tu und dann tu ichs doch ich fürchte ihn  jeden Morgen weil ich weiß: Ich werde enttäuscht sein! Ich weiß nicht, wies euch geht aber ich mag ihn nicht besonders: Morgens den ersten Blick in den Spiegel! Da schauen mich müde, verquollene Augen an, ich hab meistens einen roten Abdruck vom Kissen im Gesicht, und einen Pickel mehr und überhaupt ist es eh mal wieder viel zu früh, um wach sein zu können. Ich weiß nicht, zu welchem Typ “morgens in den Spiegel Blicker” ihr gehört aber mit den Spiegeln ist das so ne Sache ich meine sie verheimlichen und beschönigen gar nichts – klar es gibt Spiegel, die schlanker machen und Licht, in dem ich nicht ganz so blass aussehe aber ein ganz normaler Spiegel spricht auch die ganz normale Wahrheit und die, die gefällt mir manchmal so ganz und gar nicht. Der Blick in den Spiegel er weiß von meinen Hochs und Tiefs er weiß von Erfolg und Misserfolg er weiß von Tränen und Freude – er weiß von Müdigkeit und Energie er weiß von meinem Leben! Der Blick in den Spiegel.
Ihr Lieben ich weiß nicht, wann ihr das letzte Mal bewusst einen solchen Blick in den Spiegel geworfen habt einen Blick in eure Leben! Ich hatte das große Glück letzte Woche eine Woche mit meinem Mann Urlaub in Griechenland zu machen. An den Sandstrand und das tiefblaue Meer (ich muss diese Stelle einfach ein bisschen ausschmücken tut mir leid!) hab ich mir als Sonnenlektre ein kleines Heftchen mitgenommen, das mir jeden Tag einen kleinen geistliche Impuls und eine kleine Fragen gegeben hat. Ich sollte mir aus der Ruhe und der Auszeit heraus Gedanken machen, einen Blick in den Spiegel meines Lebens riskieren. Und wisst ihr was: Das hat gut getan! Es hat gut getan, mich einmal mehr anzuschauen da sind unheimlich wertvolle Dinge in meinem Leben, die mein Leben bereichern, kleine Schätze – aber da sind auch einige Fragezeichen manches lief in der letzten Zeit auch schief ich habs versucht, richtig zu machen, und bin an mir gescheitert. Ich habe mit meinem Verhalten einen anderen Menschen verletzt. Ich habe Fehler gemacht, ich habe andere mit meinen Erwartungen überrumpelt und eingeengt ich habe verloren. Der Blick in mein Leben tat weh!
Einmal mehr an meine Grenze gestoßen, einmal mehr gescheitert, einmal mehr verletzt, einmal mehr vergessen, was mir in meinem Leben täglich an Gutem begegnet, einmal mehr im Alltag versunken, einmal mehr abgestürzt, einmal mehr der Wunsch nach Sicherheit, nach Vergebung, einmal mehr der Wunsch, alles rückgängig machen zu können, einmal mehr mein Leben!

Ihm ging es ähnlich ein ehrlicher Blick in den Spiegel seines Lebens sagte ihm: Lauf nicht mehr weg! Gib dich nicht zufrieden! Resigniere nicht! Und er drehte um stellte sein Leben auf den Kopf und ging mit seinem schlechten Gewissen, mit all seinen Fehlern, mit seiner Schuld, mit all der Leere in seinem Herzen er machte sich auf die Reise- und wusste nicht, wie er zuhause ankommen würde. Er ging und alles, was ihn trieb, war die Sehnsucht danach, es möge einen Ort geben, an dem er “sein” kann.
Er wurde erwartet ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Fragen, ohne Stirnrunzeln, ohne Vorwürfe, ohne Schuldzuweisung, ohne Erwartungen. Da steht einer – der Vater – und hält Ausschau nach ihm und der verlorene Sohn kommt nach Hause!

Da steht einer und hält Ausschau. Er ist schon da wo ich hin will wo ich hin muss. Er behält den Überblick nein, er sieht nicht über alles hinweg dazu bin ich ihm zu wichtig! Er deckt nicht alle zu er sieht tiefer Ihr Lieben – wenn ich mit ihm in den Spiegel sehe, dann wird sich etwas in meinem Leben verändern! Dann ändert sich mein Blick auf mich selbst dann kommt in mir das Wissen auf: Da gibt es noch mehr! Da regt sich in mir die Sehnsucht danach, wieder ganz , wieder heil zu werden, mich wieder zu spüren und berührt zu werden, wieder neu belebt, angeregt zu werden. Er sieht mit mir tiefer auf seine wartende, auf seine vergebende, auf seine verstehende Art. Und er blickt mit mir in den Spiegel und hält den Blick mit mir aus!

Ich mags nicht also wirklich nicht! Ich zögere immer den letzten Moment bevor ichs dann tu und dann tu ichs doch obwohl ich vielleicht enttäuscht sein werde von mir! Und doch: Wenn ich mich diesem Blick stelle wenn ich nicht einfach so weitermache, wie immer, sondern einen Schritt nach draußen mache, mich frage, wies mir geht dann werde ich durch die Konfrontation hindurch, durch die Enttäuschung und meine Unvollkommenheit hindurch mir einen Überblick verschaffen
Und ihn treffen – Gott selbst – den, der darüber steht, sehen, den nichts umwirft, nichts erschüttert, nichts verbittert, den nichts davon abhalten kann, nach mir zu schauen. Und ich werde mich befreiter fühlen, weil ich mit dem, der über allem steht, ankomme: In mir! In meinem Leben! Und: Ja, und bei ihm! Bei Gott selbst und das tut einfach so richtig gut! Diese Gewissheit, dass er die ganze Zeit den Überblick behalten hat und nach mir Ausschau gehalten hat. Ihr Lieben: er ist schon da ist, wo ich hin möchte wo ich hin muss. Er, der schon da ist in all meinem Fragen und der mit mir gemeinsam ganz liebevoll dem Blick standhält.
Wie geht es dir? Bei deinem Blick in den Spiegel? Wie geht es dir, wenn du dein Leben anschaust? Wirst du mit ihm gemeinsam den Blick riskieren? Er sieht dich und er freut sich über dich jetzt in diesem Moment!! He is looking out for me!


Melanie

Jesus Above all – Wie kann ich das leben?
Give your heart to the lord of lords, haben wir gerade gesungen: Gib dein Herz dem
Herrn der Herren. Diese Zeile passt perfekt zu der Frage, über die ich lange Jahre
nachgedacht habe und immer wieder nachdenke: Wie kann ich das eigentlich leben?
Dieses Above all, das Motto unseres Abends“ Gott, Jesus, über allem eben auch in
meinem Leben.
Jesus steht über allem. Er ist der und das Wichtigste in meinem Leben. Sagen kann ich
das relativ leicht und auch überzeugt sein davon, dass ich das genau so meine und
möchte. Aber wie wird das wirklich zur Realität? Und was bedeutet das für mich, für uns?
Ich weiß nicht, ob und auf welche Weise Sie/ euch diese Frage beschäftigt. Vielleicht
kennt jemand von Ihnen/ euch aber auch die Kehrseite: dass der Wunsch, Jesus über
alles zu stellen, auch eine ganz problematische Richtung nehmen kann, so dass Glauben
nur noch mühseliger Krampf und Verpflichtung wird. Und dass man selber Dinge
möglicherweise sogar viel enger und eingeschränkter sieht, als Gott das tut.
In der Bibel habe ich einen Menschen gefunden (einen unter vielen), der das auch vor
allem anderen wollte: Gott an die erste Stelle in seinem Leben setzen. Doch genau das
hat sein Leben beinahe zerstört. 626 v. Chr. wird Jeremia in Israel von Gott zum
Propheten berufen. Er ist alles andere als begeistert. Diesem Auftrag fühlt er sich nicht
gewachsen. Gott hält er vor: Ich kann das nicht; ich bin zu jung dafür. Das, was er den
Menschen von Gott weiter sagen soll, macht seine Aufgabe nicht leichter: Wenn sie ihre
Seite des Bundes mit Gott auch weiterhin nicht einhalten, wird Gott zulassen, dass Feinde
ihr Land erobern. Diese Botschaft will niemand hören. Jeremia wird zeitweise zum
Staatsfeind Nr. 1 erklärt und gefangen genommen. Völlig am Ende seiner Kraft klagt er:
HERR, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu
stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden
täglich; und jedermann verlacht mich.
Da dachte ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen
predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, in meinen
Gebeinen verschlossen, dass ich’s nicht ertragen konnte; ich wäre schier
vergangen. (Jer. 20, 7.9)
Jeremia blieb seinem Gott und seinem Auftrag trotz aller Schwierigkeiten treu. Obwohl
sein Leben dadurch von tiefem Leid gekennzeichnet war. Da gibt es auch nichts schön zu
reden: er hatte nun mal einen besonderen Auftrag in einer speziellen Situation, der ihn
extrem viel kostete. Ich habe ihn früher unheimlich bewundert dafür (und tue es auch
immer noch). So wie er wollte auch ich alles für Jesus tun und in Kauf nehmen.
Hauptsache, es wird wahr, dass Jesus above all ist.
Das Unfassbare geschah – wie Jeremia, erlebte auch ich eine Berufung. Dachte ich
damals jedenfalls. Nach vielen Begebenheiten, die ich hier nicht erzählen kann, war ich
sicher: Jesus will, dass ich Diakonisse werde (quasi eine evangelische
Ordenschwester.) Darauf lebte ich mehrere Jahre ganz konkret zu. Wie sich Verlobte
auf ihre Hochzeit freuen, so freute ich mich auf meine noch ausstehende Einkleidung.
Dann kam ich an einen Punkt, an dem ich dachte: Ich kann nicht mehr und ich will nicht
mehr. Es ging mir dabei lange wie Jeremia: ich empfand den inneren Drang, trotzdem an
meiner Berufung festhalten zu müssen. Praktisch hieß das auch, in einer Ausbildung zu
bleiben, die mir längst nicht so am Herzen lag wie die pädagogische Arbeit. Ich fühlte mich
gefangen, wachte morgens oft schon weinend auf, hatte das Gefühl, dass mein Leben
verkümmert. Von Jesus war ich einfach nur enttäuscht und betete verzweifelt um Rettung
aus dieser verzwickten Situation.
Und da handelte er. Die Mutterhausleitung stellte mir frei, in der Ausbildung zu bleiben
oder etwas anderes zu tun. Sie wollten mir noch mal Zeit ganz für mich geben in der
Hoffnung, dass ich danach dann fröhlich eintreten würde.
In einem Prozess von mehreren Jahren stellte Jesus mein Glauben und Erkennen auf den
Kopf. Er zeigte mir seinen weiten Horizont. Lange schon begleitete mich ein Zitat von
Hans-Peter Royer: Gib dich niemals ganz Gottes Willen hin, sondern immer nur Gott
selbst. Etwas in mir hatte sich dagegen immer gesperrt. Kann man denn überhaupt
unterscheiden zwischen Gott und seinem Willen? Wenn ich mich Gottes Willen hingebe,
gebe ich mich doch Gott hin, oder? Natürlich. So gesehen kann man das nicht trennen.
Aber: Gott selbst ist viel mehr als sein Wille.
Wenn wir uns Gottes Willen hingeben, dann gehorchen wir, möchten etwas verwirklichen
und erfüllen. Wir können uns dabei in ungeheure Aktivität verrennen und übergroße
Ansprüche an uns stellen. Hinzu kommt, dass wir uns irren können. Vielleicht bemühen
wir uns unter großen Opfern um die Realisierung von etwas, das Gott nie von uns verlangt
hat! Außerdem werden wir seinen Willen immer nur stückweise erkennen, nie vollkommen
durchschauen. Enttäuschungen sind also vorprogrammiert, wenn sein Wille dann doch
anders aussieht, als wir dachten.
Wenn wir uns dagegen Gott selbst hingeben, dann vertrauen wir uns einfach nur mit
allem, was wir sind, ihm an. Wir leben in der Beziehung zu ihm. Und dann können wir
auch darauf vertrauen, dass er in unserem Leben zum Zug kommt.
Jesus sagt das seinen Jüngern mal ganz klar in dem Gleichnis vom Weinstock und den
Reben:
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel
Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. (Joh. 15,5)
Um Missverständnissen vorzubeugen: ich bezweifle nicht, dass es Situationen gibt, in
denen uns Gott ganz konkret seinen Willen zeigt. Und: ich freue mich über jede
Diakonisse, die fröhlich und von Herzen ihre Berufung lebt.
Ich möchte einfach nur uns allen Mut machen und vor allem denen, die vielleicht von
Jesus enttäuscht sind es immer wieder zu wagen und zu Jesus zu sagen: Du kommst
zuerst. Du stehst über allem.
Und dann zu entdecken, dass er zuallererst die Beziehung zu uns will von Herz zu Herz.
Denn das ist zutiefst sein Wille.


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26. Juli 2009

Fotos: Above all – Morgengospel

von Hansi Böhm

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26. Juli 2009

Fotos: Above All – Abendgospel

von Ado Kovcic und Thomas Eich

veröffentlicht in: gio_konzert |

26. Juli 2009

Above All: Der erste Teil des Doppelpacks war super besucht

341 Leute im Publikum, 152 Sänger im Chor, 7 Musiker in der Band, 10 Percussionisten und coole Solisten. Der Morgengospel in der Heilandskirche war einfach gelungen. Jetzt entspannen sich die Gios auf der Hocketse in Berg, zu Hause oder irgendwo dazwischen. Heute Abend gehts dann zum Abendgospel um 19 Uhr.  Wer kommen möchte, gerne. Der Eintritt ist frei.

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18. Juli 2009

“Näher bei Gott”

von Francisca

Gott hat seine Wege, uns anzusprechen und zu treffen, genau in dem Moment, wenn es uns nicht gut geht oder wenn wir uns sehr müde fühlen.

Ich war lange Zeit auf der Suche einer Freizeitbeschäftigung die etwas mit Musik und Singen zu tun hat, und ich wollte ja auch neue Leute kennen lernen, weil ich mich in Stuttgart sehr einsam gefühlt habe. Auf der anderen Seite hatte ich das Bedürfnis und die Lust, Gott wieder näher zu kommen und wieder anzufangen zu beten.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich Gospel im Osten entdeckt und fing an, die Probe zu besuchen. Das war vor 5 Monaten.

Meine persönliche Erfahrung mit dem Chor kann ich so ausdrücken: Während der Proben habe ich das Gefühl, Jesus lässt mich in seinen Armen erholen und er trägt mich. Manchmal es ist nicht so einfach anzufangen zu singen, vielleicht weil es im Kopf und im Herzen schwer fällt, sich von Problemen, Sorgen und dem Stress des täglichen Leben zu trennen.

Aber beim Singen entwickelt sich ein persönliches Gespräch mit Gott, bei dem er mich genau anschaut und erkennt auf einen Blick was mir Sorgen macht oder wo meine Schmerzen und meine Freude sind. Dann beginne ich bei diesem Lobsingen die Einladung von Gott zu spüren, mein Leben anders zu betrachten und dankbar für Seine Liebe zu sein.

Ich merke die Leidenschaft und Begeisterung anderer Chorsänger, die mich sehr stark motivieren und rühren. Mit der Zeit habe ich auch tolle Leute im Chor kennen gelernt und ich fühle mich näher bei Gott.

Der Chor hat mich richtig bewegt und ich hoffe, dass wir irgendwann durch unser Singen auch andere Menschen begeistern und glücklich machen.

veröffentlicht in: gio_persoenlich |

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